Ihr kennt meine Werkstatt. Wollt ihr mal versuchen euch vorzustellen wie mein Schreibtisch aussieht? Nun, ganz so schlimm ist es nicht, aber mir ist dennoch zuletzt aufgefallen, dass ich keine Aufbewahrungslösung für Stifte und Ähnliches habe. Das, und eine Idee was man mit einem Winkelschleifer anstellen könnte, ist praktisch zu diesem Projekt verschmolzen. Und weil mein Schreibtisch doch irgendwie aussieht, als hätte da eine Katastrophe gewütet, wollte ich dem Rechnung trage- mit dem Schreibtisch-Vulkan! Viel Spaß, und denkt dran euch inspirieren zu lassen!

Materialauswahl

In der englischen Sprachversion habe ich mehrmals Pressspan und MDF verwechselt. Dabei kam mir die Idee mir näher anzuschauen, welche Materialien für diese Methode des Formens geeignet sind. Ich habe sie nicht ausprobiert, diese Liste basiert auf theoretischem Wissen und Erfahrung von alten Projekten:

  • MDF – Der Erfahrung nach ist es kein angenehmes Erlebnis MDF zu schleifen, denn dabei entsteht eine Menge Staub. Dadurch ist nicht nur die persönliche Schutzausrüstung zum Schutz vor diesem Staub um so wichtiger, sondern er führt auch zu einer Sauerei in der Werkstatt, die auch Tage oder Wochen später noch für Säuberungsaktionen sorgen wird. Abgesehn davon gibt es, da MDF ziemlich homogen ist, keine Testur mit der man arbeiten kann, und die Kleberlinien werden dadurch um so sichtbarer und am fertigen Teil hervorstechen.
  • OSB – Grundsätzlich wird diese Technik mit OSB genauso funktionieren wie mit Pressspan, wenn auch gröber und mit einem größeren Potential für eine rauere Oberfläche. Ich habe allerdings keine Ahnung wie genau der Kleber im OSB den Prozess beeinflusst, da es heutzutage durchaus auch qualitativ hochwertigeres OSB im Handel gibt.
  • Sperrholz – Auf den ersten Blick sieht Sperrholz nicht nach einer guten Wahl aus aufgrund der Härte des Materials – egal wo, man hat immer Hirnholz zu schleifen (mehr oder weniger), und die Menge an Kleber dürfte es noch härter machen. Aber auf der anderen Seite ermöglicht die Schichtstruktur des Sperrholzes einige wirklich interessante Texturen (siehe zum Beispiel Borkenfrost), und die Kleberlinien verschwinden darin ebenfalls. Die Frage, die ihr für euch selbst beantworten müsst ist, ob euch diese Optik den erhöhten Material- und Zeitaufwand wert ist.
  • Vollholz – Holz, im Sinne von unbehandelten Brettern, mag auf ersten Blick wie ein gutes Material erscheinen, aber für diese Anwendung würde ich es nicht empfehlen, zumindest im Vergleich zu den anderen Möglichkeiten. Der Hauptgrund dafür ist die unterschiedliche Härte abhängig vom Faserverlauf und, je nach Brett, auch von einem Bereich zum anderen. Dadurch kann es passieren, dass ihr eine unregelmäßige Oberfläche bekommt, weil manche Stellen schneller geschliffen werden als andere. Abgesehn davon wird die Kleberlinie sehr sichtbar bleiben. Wenn ihr euer Projekt allerdings bemalen und gleichzeitig auch noch Reste aufbrauchen wollt kann Vollholz dennoch eine gute Option sein.

Ich hoffe, dass diese Liste euch hilft euch für ein Material zu entscheiden falls ihr selbst ein ähnliches Projekt angehen wollt. Wenn ihr das tut schickt mir bitte ein Bild davon, es würde mich sehr freuen zu sehen was ihr daraus macht, und es auch zu teilen!

Danke fürs Lesen und Anschauen, und denkt daran euch inspirieren zu lassen!


Dominic

Es ist mir wichtig euch zu inspirieren, egal was ihr tut - Holzarbeit und Basteln, Kochen, oder Rollenspielen und Papiermodelle bauen. Seid inspiriert!

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